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Trinkwasserversorgung: Bürgerliche stellen Antrag auf Erstellung eines Sachverständigengutachtens zum Thema „Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in der Samtgemeinde Harsefeld“

Seit einigen Jahren gibt es in einigen Bereichen der Samtgemeinde Harsefeld zunehmend Probleme, den erforderlichen Wasserdruck des Trinkwassers auch in Spitzenzeiten sicher zu stellen. Wir vermögen nicht zu beurteilen, ob die vom Trinkwasserverband Stader Land genannten Ursachen zutreffen und die vorgestellten Abhilfemöglichkeiten (z.B. Bau neuer Leitungen und eines Trinkwasserspeichers) zur Problemlösung geeignet sind und ausreichen. Deshalb haben wir beantragt, durch ein unabhängiges Sachverständigenbüro die Ursachen der Probleme und die zur langfristigen Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in der Samtgemeinde erforderlichen Maßnahmen ermitteln zu lassen. Auf der Grundlage des Gutachtens können wir durch die Vertreter unserer Samtgemeinde in den Organen des Trinkwasserverbandes (Verbandsversammlung und Verbandsausschuss) gezielt Einfluss auf eine Verbesserung der Trinkwasserversorgung in der Samtgemeinde Harsefeld nehmen.

Um zu erfahren, was in den Verbandsversammlungen und dem Verbandsausschuss des Trinkwasserverbandes über Investitionen in das Trinkwassernetz insbesondere mit Hinblick auf Harsefeld sowie über die Probleme in unserer Samtgemeinde besprochen wurde, haben wir Samtgemeindebürgermeister Rainer Schlichtmann – unseren Vertreter im Verbandsausschuss - gebeten, uns die Protokolle der Sitzungen der Verbandsversammlungen und des Verbandsausschusses der letzten drei Jahre zur Verfügung zu stellen.

Der Antrag lautet:

 

Antrag auf Erstellung eines Sachverständigengutachtens zum Thema
„Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in der Samtgemeinde Harsefeld“

Die Verwaltung wird beauftragt, ein geeignetes Sachverständigenbüro um eine Stellungnahme zu folgender Fragestellung zu ersuchen:

1. Was sind die Ursachen des in einzelnen Bereichen der Samtgemeinde Harsefeld teilweise erheblich zu niedrigen Trinkwasserdrucks?

2. Welche Maßnahmen sind erforderlich, um die Wasserversorgung

    a) kurzfristig auch in Spitzenzeiten und

    b) langfristig unter Berücksichtigung eines durch Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum verursachten
        Mehrverbrauches von 20 Prozent auch bei längeren Trockenheitsperioden zu gewährleisten?

3. Ist der Bau eines Wasserspeichers eine im Sinne der Frage 2 geeignete Maßnahme? Falls ja:

    a) Wo innerhalb der Samtgemeinde sollte der Wasserspeicher gebaut werden?

    b) Welche Kapazität sollte der Wasserspeicher haben?

 

Begründung

Seit Jahren gibt es innerhalb der Samtgemeinde Harsefeld zunehmende Probleme, den erforderlichen Wasserdruck des Trinkwassers auch in Spitzenzeiten sicher zu stellen. Für die BÜRGERLICHE Wählergruppe in der Samtgemeinde Harsefeld ist Trinkwasser ein wichtiges Gut, mit dem insbesondere auch vor dem Hintergrund der Klimaentwicklung besonders sparsam und nachhaltig umgegangen werden muss. Im Interesse der Bürger unserer Samtgemeinde muss jedoch die Trinkwasserversorgung nicht nur im übrigen Verbandsgebiet des Trinkwasserverbandes Stader Land, sondern in allen Bereichen der Samtgemeinde Harsefeld jederzeit gewährleistet werden.

Wir haben die Vorschläge des Trinkwasserverbandes Stader Land zur Beseitigung der Probleme zur Kenntnis genommen, möchten jedoch durch ein unabhängiges Sachverständigenbüro die Ursachen der Probleme und die zur langfristigen Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in der Samtgemeinde erforderlichen Maßnahmen ermitteln lassen, um auf der Grundlage des Gutachtens in den Organen des Trinkwasserverbandes Stader Land gezielt Einfluss auf eine Verbesserung der Trinkwasserversorgung in der Samtgemeinde Harsefeld nehmen zu können.

 

Anmerkungen

Interessanten Informationen zum Thema Wasserspeicher und Stromverbrauch der Pumpen befinden sich auf folgender Webseite:

http://www.kreis-freising.de/fileadmin/user_upload/Aemter/Energiewende/Startseite/Aktivitaeten/Ausstellung__Energieerzeugende_Anlagen_aus_dem_Landkreis_Freising/Wasser/Wasserversorgung_Neufahrn.pdf

Der Trinkwasserverband wies am 17.07.2020 bei der Informationsveranstaltung in der Eissporthalle darauf hin, dass das Wasser auf dem Weg ins Neubaugebiet 36,5 m Höhenunterschied überwinden muss. Hierbei ergebe sich ein Druckverlust von 4 Bar. Der Druck beginne bei 6,6 Bar und lande bei 2 Bar.

Über die Topographische Karte https://de-de.topographic-map.com/maps/63pn/Harsefeld/ lassen sich folgende Höhen in Harsefeld ermitteln:

  • 11 m: Butenkiek, am Klärwerk

  • 32 m: Bahnhof

  • 41 m: Neuenteicher Weg - Leerckenweg - Heisterstroot

  • 43 m: Am Eselbusch - Redderbusch – Weißdornweg

Aus unserer Sicht spricht deshalb vieles dafür, den geplanten Trinkwasserspeicher nicht beim Klärwerk, sondern im Bereich des neuen Gewerbegebietes Griemshorster Straße zu bauen.