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Verkehrsberuhigung für die Straße "Im Sande"

Viele Anlieger dieser Straße beklagen eine starke Verkehrszunahme und unzumutbare Lärmemissionen und fordern Verkehrsbeschränkungen. Es hat sich eine Bürgerinitiative gebildet. Die Samtgemeinde Harsefeld als zuständige Straßenverkehrsbehörde hat zur Ermittlung der Lärmemissionen und zur Prüfung einer Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h gemäß § 45 StVO die Erstellung einer schalltechnischen Untersuchung in Auftrag gegeben. Diese Untersuchung liegt jetzt vor.

Die BÜRGERLICHEN hatten gefordert, das Thema „Verkehrssituation Im Sande“ auf die Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses für Bau, Umwelt und Verkehr des Flecken Harsefeld vom 29.06.2021 zu setzen und mit dem Gutachter zu erörtern. Dies ist aus terminlichen Gründen bisher nicht geschehen. Die Gemeindedirektorin Ute Kück hat aber zugesagt, die Ergebnisse der schalltechnischen Untersuchung im Weiteren unter Einbeziehung der Fraktionen des Flecken Harsefeld und der Bürgerinitiative vorzustellen und zu erörtern.

Aus der schalltechnischen Untersuchung der Lärmkontor GmbH ergibt sich, dass bei der derzeit zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h in den Nachtstunden von 22:00 bis 6:00 Uhr bei einigen Gebäuden der nach den Richtlinien für straßenverkehrsrechtliche Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor Lärm (Lärmschutz-Richtlinien-StV) festgelegte Lärmimmissionsrichtwert um bis zu einem 1dB(A) überschritten wird. Tagsüber wird auch bei einer Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h der nach den Richtlinien zulässige Lärmimmissionsrichtwert grundsätzlich eingehalten. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h wird nach der schalltechnischen Untersuchung in den Nachtstunden der nach den Richtlinien zulässige Lärmimmissionsrichtwert stets eingehalten. Die Grenzwerte nach der 16. BImSchV werden bei Tempo 50 km/h tagsüber bei 86 und nachts bei 101 Gebäuden überschritten.

Die BÜRGERLICHEN haben die Problematik am 22.07.2021 mit drei Vertretern der Bürgerinitiative ausführlich erörtert.

Die Bürgerinitiative hält das Ergebnis der schalltechnischen Untersuchung der Lärmkontor GmbH für falsch.

Grundlage der schalltechnischen Untersuchung ist eine Verkehrszählung vom 06.03. bis zum 12.03.2021, nach der an einem Tag tagsüber maximal 3417 Pkw und 819 Lkw „Im Sande“ gezählt wurden. Nachts betrugen die Maximalwerte bei der Verkehrszählung 284 Pkw und 67 Lkw.

Die Bürgerinitiative ist der Meinung, dass üblicherweise ein wesentlich höherer Lkw-Verkehr vorhanden und zu berücksichtigen ist. Auch würden sich durch den mangelhaften Straßenbelag und defekte Gullideckel erhöhte Lärmimmissionen ergeben.

Die Bürgerinitiative fordert zur Lärmminderung:

  • Eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h für die Straße „Im Sande“ von der „Schulstraße“ bis zum Gewerbegebiet.

  • Häufige Geschwindigkeitskontrollen.

  • Die Einrichtung von Parkbuchten auf der Fahrbahn.

  • Die Schaffung von drei bis vier Querungshilfen.

  • Weniger und leisere Gullideckel.

Die BÜRGERLICHEN zeigen Verständnis für das Ziel der Bürgerinitiative, die Immissionen zu verringern. Sie sicherten ihre Unterstützung zu. In diesem Zusammenhang sollte auch eine Schließung der Straßenlücke des „Heuweges“ zwischen den Straßen „Roggenkamp“ und „Handelsweg“ geprüft werden, so dass der Verkehr aus und zum „Heuwege“ und dessen Verbindungsstraßen über den „Handelsweg“ und den an den Kreisverkehr angrenzenden Teil der Straße „Im Sande“ abgeleitet werden kann. Dadurch würde der Wohnbereichsteil der Straße „Im Sande“ insbesondere vom PKW-Verkehr entlastet werden. Die Mehrbelastung des Verkehrs in dem dann freigegebenen Teil des „Heuweges“ und des „Handelsweges“ wäre unproblematisch, weil sich dort fast ausschließlich Gewerbegebiete befinden