AKTUELLES

Anforderungen an Bebauungspläne und den Verkauf von Bauplätzen

Wir wollen, dass in Bebauungsplänen auch kleine Grundstücke für Wohnhäuser ausgewiesen werden. Auch wollen wir, dass der Energieeffizienz und dem Klimaschutz dienenden Regelungen in neue Bebauungspläne aufgenommen werden. Bauplätze sind bis zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur vorrangig zur Bedarfsdeckung von Bürgern der Samtgemeinde Harsefeld zu verkaufen. Der Bau neuer Einfamilien-, Mehrfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser mit hoher Energieeffizienz durch Nachverdichtungsmaßnahmen und die Ersetzung Häuser älterer durch neue Häuser ist zu fördern.

Im Einzelnen fordern wir Folgendes:

  1. Verdichtete Bauweise bei der Aufstellung neuer Bebauungspläne für Wohnhäuser
    Ein Teil der Wohnbaugebiete soll zur optimalen Ausnutzung des knappen Baulandes und der Finanzierbarkeit von Bauvorhaben durch junge Familien in verdichteter Bauweise mit kleinen Grundstücken für Doppel- und Reihenhäuser mit Stellplatzflächen an der Straße geplant werden. Dabei sollte grundsätzlich eine Bauweise mit zwei Vollgeschossen ermöglicht werden.
     
  2. Hohen Wirkungsgrad von Solarthermie- und Photovoltaikanlagen ermöglichen
    In den Baugebieten sollten der Straßenverlauf und die Bauplätze im Rahmen der Möglichkeiten so gestaltet werden, dass Solarthermie- und Photovoltaikanlagen einen hohen Wirkungsgrad haben (Süd-Ausrichtung, mehrgeschossige Gebäude nördlich, eingeschossige Gebäude südlich im Baugebiet).
     
  3. Energieeffizienz und Klimaschutz in Bebauungsplänen berücksichtigen
    Wir fordern auch bei der Aufstellung von nicht die Bebauung mit Wohnhäusern regelnden Bebauungsplänen (z.B. bei Gewerbegebieten, Senioreneinrichtungen etc.) die Aufnahme von der Energieeffizienz und dem Klimaschutz dienenden Regelungen.
     
  4. Bauplatzvergabe
    Die Vergabe der Bauplätze hat bis zur deutlichen Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur vorrangig zur Deckung des Bedarfes von Bürgern der Samtgemeinde Harsefeld in kleinen, dem lokalen Bedarf entsprechenden, Bauabschnitten zu erfolgen.
     
  5. Tiny- und Microhäuser
    Die Aufstellung von Bebauungsplänen in für die Erholung und Freizeitgestaltung geeigneten Bereichen unserer vier Gemeinden für Tiny- und Microhäuser.
     

Die BÜRGERLICHEN verfolgen das Ziel, den von Menschen gemachten Treibhauseffekt und damit die Folgen des Klimawandels auch in der Samtgemeinde Harsefeld zu begrenzen.

Folgen des Klimawandels sind u.a.:

  • Eisschmelze und Meeresspiegelanstieg
  • Erwärmung der Ozeane
  • Extreme Wetterereignisse und Naturkatastrophen, wie heftige Regenfälle, Überflutungen, Stürme
  • Hitzewellen, Dürren und Waldbrände
  • Gefahren für die Tier- und Pflanzenwelt, Artensterben
  • Armut, Hunger und Flucht
  • Hoher Anstieg der ökonomischen Kosten

Die BÜRGERLICHEN wollen, dass auch für künftige Generationen eine lebenswerte Umwelt erhalten bleibt.

Über 75 % des Energieverbrauchs von Gebäuden wird für Heizung und Warmwasserbereitung benötigt. Will Deutschland - und mit ihm seine Bürger - seine Klimaschutzverpflichtungen einhalten, muss auch der Energieverbrauch von Gebäuden massiv gesenkt werden.

Kommunen haben über die Bauleitplanung entscheidenden Einfluss auf den späteren Energieverbrauch der Gebäude. Dieser Einfluss sollte genutzt werden.

Der Bebauungsplan bietet den rechtlichen Rahmen um die beabsichtigte Ausgestaltung im städtebaulichen Kontext rechtsverbindlich zu machen. Seit 2011 können auf Basis des § 9 Abs. 1 Nr. 23b des Baugesetzbuches auch Festsetzungen zur Nutzung erneuerbarer Energien oder Kraft-Wärme-Koppelung etc. getroffen werden.

Bei der Errichtung von neuen Gebäuden ist es auch zumutbar, hohe Energiestandards zu erfüllen.

Auch schlagen wir vor, beim Verkauf kommunaler Bauplätze Regelungen zur Energieeffizienz und dem Klimaschutz in die Kaufverträge aufzunehmen.

Den Bestandsschutz für ältere Gebäude erkennen wir ausdrücklich an.

Die Verdichtung vorhandener Baugebiete muss im Rahmen der Festsetzungen der gültigen Bebauungspläne erfolgen. Vorhaben innerhalb eines im Zusammenhang bebauten Ortsteils haben sich nach § 34 des Baugesetzbuches in die vorhandene Bebauung einzufügen. In einem durch eingeschossige Einfamilienhäuser geprägten Gebiet ist nach dieser Vorschrift die Errichtung eines großen Mehrfamilienhauses mit zwei Vollgeschossen und einem Dachgeschoss nicht zulässig. Falls sich jedoch die Nachbarschaft nicht mehrheitlich gegen eine in einem sog. vorhabenbezogenen Bebauungsplan gem. § 12 BauGB vorgesehene mehrgeschossige Bauweise aussprechen sollte, werden wir überprüfen, ob wir einer mehrgeschossigen Bebauung zustimmen.